Kung Fu Rabbit 300x269 Kung Fu Rabbit – Meat Boy mit Fell

Der Ansatz des Titels klingt eigentlich schon außergewöhnlich. Böse Aliens greifen ein Dojo voller Martial-Arts-Hasen an und lassen nur einen Kämpfer zurück. Dieser macht sich nun daran seine Mitstreiter, die Welt oder alles gleichzeitig zu retten – genauer wurde das leider nicht aus den eingeblendeten Mini-Comicstrips klar. Zu Schade nur, dass auf diese abstruse Story ein doch sehr solides aber keineswegs aufregendes Spiel folgt.

Wer Kung Fu Rabbit das erste Mal startet, stellt nach kürzester Zeit den Bezug zu Super Meat Boy her. Das Spiel kommt tatsächlich wie der kleine Low-Budget-Bruder des Hochklasse-Plattformers daher. Sowohl die Spielphysik als auch die Spielsteuerung sind dabei sogar auf Augenhöhe mit dem Team-Meat-Spiel. Schaut man genauer hin, wird dann aber doch der Klassenunterschied deutlich. Ist der Titel handwerklich komplett gelungen, fehlt letztlich doch das gewisse Etwas und vor allen Dingen Umfang.

In knapp drei Stunden lässt sich der Titel ohne Probleme perfekt durchspielen, das heißt wirklich mit jedem zu entdeckenden Geheimnis. Immerhin halten die Entwickler für danach noch einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad bereit, der uns dann nochmals ein paar Stunden abverlangen dürfte. Während der gesamten Spielzeit wurden wir aber das Gefühl nicht los, dass uns ein Höhepunkt fehlt. Grafik, Gameplay und Sound sind nett, aber eben nicht mehr als das. Man ärgert sich nicht nach dem Spielen, aber man wird sich sicherlich auch nicht lange dran erinnern. Wer soll also Kung Fu Rabbit kaufen? Eigentlich kann jeder Jump’n'Run-Fan mit dem Spielchen seinen Spaß haben – vor allen Dingen auf dem 3DS lohnt sich Kung Fu Rabbit, da das Spiel den typischen Zwischendurchcharakter hat, mit seinen kleinen Leveln und der gelungenen Steuerung.