912UTqfU1OL. SL1500  213x300 NCIS: L.A. Staffel 5   Es muss nicht immer tief sein

Ist man auf der Suche nach einem einfach gestrickten US-Krimi, kommt man an zwei großen Serien-Universen nicht vorbei – die CSI- und die NCIS-Welt. Während sich erstere meist sehr ernst nimmt, ist das Markenzeichen der Navy-Ermittler eine große Portion an Witz mit kuriosen und liebenswerten Charakteren. Angefangen hat alles mit der Anwaltsserie JAG, die nach einigen Jahren mit Navy CIS ein noch erfolgreicheres Spin-Off bekommen hat. NCIS: L.A., das Spin-Off des Spin-Offs, existiert nun schon über mehr als 100 Folgen und scheint munter weiter zu laufen. Die fünfte Staffel der CBS-Serie ist nun hierzulande auf DVD erschienen.

Für viele hinkt die Verbrecherjagd an der Ostküste aber immer etwas dem Original hinterher. Sicherlich sind die Charaktere von Navy CIS einmalig, aber der Cast von NCIS: L.A. schafft es genauso gut die Serie zu tragen. Jedes Teammitglied hat seine Eigenheiten und bleibt, im Vergleich zu den anonymeren CIS-Teams, mit vielen Kuriositäten im Gedächtnis. In der fünften Staffel werden zudem immer wieder persönliche Geschichten der Charaktere eingeflochten wodurch wir etwas aus dem standardisierten Fall-Schema ausbrechen. Besonders Wert legt diese Staffel dabei auf Callens Vergangenheit und die Beziehung zwischen dem Duo Kensi und Marty.

Meist ist die Serie allerdings kein tiefgründiger Krimi, sondern eher leichte Unterhaltung mit sehr gleichförmigen Strukturen – eben genauso wie jeder Teil des Franchises. Viel mehr will NCIS: L.A. auch gar nicht sein. Nicht jede Serie muss tiefgründig sein, denn solange die Story fesselt und man sich gut unterhalten fühlt, kann ich gut mit gleichen Strukturen oder leichten Logiklücken sehr gut leben. So kann man als Fan humorvoller, leichter Action ohne Bedenken zu NCIS: L.A. greifen. Nur ein finaler Kritikpunkt bleibt noch – wieso man Staffeln in zwei Hälften veröffentlicht werde ich nicht verstehen. Wenn wie bei Breaking Bad zwischen den Hälften der letzten Staffel einige Zeit liegt und man sie getrennt veröffentlicht, kann ich den Sinn sehen. Bei einem zeitgleichen Release eine Staffel aber gemäß der Sommerpause zu trennen, kommt mir aber immer komisch vor – insbesondere wenn man in anderen Ländern Gesamtboxen bekommt.