Suburgatory Staffel 1 204x300 Suburgatory Staffel 1 – Willkommen in der Vorstadt
Auf Prosieben startet gefühlt alle 2-3 Wochen eine neue US-Sitcom, die auch nur kaum von den vorherigen und den folgenden zu unterscheiden ist. Auch wenn Suburgatory auch schwache Momente hat, sticht die Serie doch ein klein wenig aus dem Sitcombrei heraus. Vor allen Dingen ist Suburgatory reichlich übertrieben und zumindest in den ersten Folgen mit vielen bissigen Momenten versehen. Je länger die Serie aber läuft, desto mehr verliert aus meiner Sicht die Rolle der Protagonistin Tessa Altman an Bissigkeit. Zum Glück stehen das personifizierte Barbiegirl Dalia und ihre Mutter Dalia bereit, um den Staffelstab zu übernehmen. Diese Rollen sind so wahnsinnig übertrieben, wirken aber dennoch lustig und nicht peinlich – ein beachtliches Kunststück.

Die Besonderheit der Serie ist aber sicherlich ihre Perspektive. Die zuckersüße Vorstadt durch die Augen der Tessa Altman zu erleben ist mal etwas anderes. Von der Perspektive der aus ihrer Umgebung gerissenen Schülerin könnte es auch sehr gut eine Jugendserie sein – die bissigen Kommentare sprechen dann aber doch eher für erwachseneres Fernsehen – trotz des dicken Zuckergusspinsels. Suburgatory hat so die Möglichkeit noch ein paar andere Elemente zu dem Standard Sitcomkanon von Beziehungen, Geld und Alkohol hinzuzufügen. Dinge wie die stetige Beobachtung, Elterninitiativen oder Wellness Clubs. Vielleicht heben diese Kleinigkeiten die Serie von der Konkurrenz wie 2 Broke Girls oder Don’t Trust The Bitch in Apartment 23 ab.

Neben den neuen Themen wird die Spielzeit der Serie natürlich auch mit Standardthemen gefüllt. Alleinerziehender Vater sucht Frau – Alleinerzogene Tochter sehnt sich nach Mutter, Freund, Anschluss – Vater sucht Beziehung zur Tochter. Neuling lebt sich in der neuen Umgebung ein. Zum Glück alles garniert mit sehr viel „Too much“ von Allem. Wieder keine Serie mit hohem Anspruch, aber dafür witziger als der Großteil der Sitcomkonkurrenz. Als Popcorn-TV taugt die Serie allemal.