The Worlds End 300x187 The Worlds End – Bier, Bier, Bier und mehr Bier

Die Cornetto-Trilogie von Edgar Wright ist sicherlich nicht die massentauglichste Trilogie. Mit den beiden ersten Filmen Shaun of the Dead und Hot Fuzz hat der Regisseur schon ein gutes Händchen für die Absurditäten in britischen Kleinstädten bewiesen. Nun hat sich Wright nach dem Horror-Genre und den Krimis mit The World’s End The Worlds End – Bier, Bier, Bier und mehr Bier auch das Sci-Fi-Genre vorgeknöpft. Dass es wohl um das Ende der Welt gehen wird, lässt sich ja schon am Titel erraten – erst einmal geht es aber um das Beenden eines Traumes. Der Taugenichts Gary King will in The World’s End The Worlds End – Bier, Bier, Bier und mehr Bier die goldene Meile absolvieren – ein Abend, 12 Pubs, 12 Pints, ein Totalabsturz. Der erste Versuch, kurz nach dem Schulabschluss, liegt nun über 20 Jahre zurück – seine Schulfreunde haben mittlerweile also „ordentliche“ Leben. Mit etwas Einfallsreichtum bekommt der King aber alle wieder zusammen und so beginnt ein absurder Abend.

Mir persönlich brauchte The World’s End The Worlds End – Bier, Bier, Bier und mehr Bier aber einen zu großen Anlauf. Auch Hot Fuzz brauchte seine Zeit, um ein gewisses Maß an Absurdität zu erreichen, arbeitete aber die ganze Zeit auf diesen Punkt hin. Ja, die Geschichte um den in der Zeit stehengebliebenen Gary King und seine Kneipentour transportiert Wright auch mit sehr viel Humor, aber die wirkliche Haupthandlung kommt etwas spät und etwas sehr plötzlich. Ich hab nichts gegen Überraschungen – dass hat in Hot Fuzz schon grandios funktioniert – aber das Sci-Fi-Motiv einfach ohne vorherige Andeutung in The World’s End The Worlds End – Bier, Bier, Bier und mehr Bier zu packen, wirkt beim ersten Ansehen arg komisch. Also sieht man sich den Film ein zweites Mal an und schon fallen einem immer wieder Anspielungen auf. Vielleicht ist man am Anfang zu sehr mit der belanglosen Geschichte um die Saufkumpanen beschäftigt, um den Kern des Ganzen zu entdecken.

Aber wieso konnte mich der Film nicht auf die Weise wie seine Vorgänger erreichen? Vielleicht ist es der etwas ruhige Einstieg. Bei solch einem übertriebenen und absurden Film sollte der Zuschauer gar keine Zeit bekommen, über die ganze Handlung tiefschürfend nachzudenken. An den Schauspielern liegt es mit Sicherheit nicht, denn insbesondere das Duo aus Pegg und Frost funktioniert wieder fabelhaft. Vielleicht waren es einfach nur meine überzogenen Erwartungen. Wenn man von zwei Filmen einer Trilogie schon begeistert ist, will man zum Abschluss ein Meisterwerk sehen. Wer die ersten beiden Filme genossen hat oder bei absurden Geschichten nicht die Nase rümpft, sollte definitiv auch The World’s End The Worlds End – Bier, Bier, Bier und mehr Bier sehen, denn schlecht ist der Film absolut nicht. Er ist vielleicht nicht der Höhepunkt der Trilogie, aber ungemein unterhaltsam und sein Geld wert. Zudem wird er bei jedem Ansehen besser. Spätestens ab dem dritten Anlauf hatte ich den Film genauso in mein Herz geschlossen, wie die beiden Vorgänger.