wii sports club 300x168 Wii Sports Club   Gratis goes Vollpreis
Eigentlich nur als eine Art mitgelieferte Tech-Demo geplant, wurde Wii Sports zu einer der wichtigsten Marken der Wii. Kein Wunder, dass Nintendo auch auf Wii U das Konzept wiederbelebt. Der Downloadtitel Wii Sports Club ist zunächst mit den zwei wohl beliebtesten Sportarten gestartet – Tennis und Bowling. Beide sind im Grund identisch mit den Originalversionen, wurden aber an allen Ecken etwas verbessert. Die Steuerung ist dank Wii Motion Plus deutlich genauer, die Grafik wurde etwas aufgehübscht und kleine Achivements sollen für mehr Motivation sorgen. Nirgendwo werden dabei Berge bewegt, aber mit mehreren Mitspielern sind die Disziplinen spaßig wie eh und je. Zudem gibt es für Tennisspieler eine Reihe neuer Trainingsspielchen, die aber auch nur kurzzeitig motivieren können.

Die wichtigste Neuerung von Wii Sports Club ist aber der Online-Modus. Ich könnte mich nicht nur auf Ranglisten vergleichen und für mein Bundesland in einer Gesamttabelle kämpfen, sondern durfte auch gegen Spieler aus aller Welt antreten. Sehr schnörkellos wurde dieser Onlinemodus umgesetzt und mit etwas Miiverse garniert. Sicherlich ein nettes Extra, aber am Ende doch lange nicht so spaßig wie eine Partie vor dem eigenen Sofa.

Obwohl einer meiner Grundsätze eigentlich besagt, dass Spiele nicht nach ihrem Preis bewertet werden dürfen, muss ich bei Wii Sports Club doch ein paar Wörtchen zu dem Thema verlieren. Es ist zwar in allen Belangen etwas besser als der kostenlose Vorgänger, kostet dafür aber auch einiges. Pro Disziplin und Tag werden zwei Euro fällig und wer eine Disziplin dauerhaft behalten möchte, muss stolze neun Euro über die virtuelle Ladentheke gehen lassen. Dass man bei insgesamt ursprünglichen fünf Disziplinen dann auf einen Vollpreis kommt, ist sehr verwunderlich. Ob einem der Online-Modus und die Grafik knapp 50 Euro wert sind, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.